Anni Panzer

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Annni Panzer, seit langem Mitglied des Konnersreuther Rings, ist eifrige Kämpferin für die "Resl"

Am 29.4.2003 verstarb Anni Panzer plötzlich im Altenheim in Ingolstadt. Sie hatte kurz zuvor noch zu Informationen über Konnersreuth eingeladen.

 

Sie schrieb unter anderem folgenden Leserbrief am 30.3.1999

Der Resl lag nichts am Urteil der Leute

Zu einem Bericht über den Fortgang des Seligsprechungsprozesses für Therese Neumann "Resl" von Konnersreuth schreibt eine Leserin die Witwe des früheren NT-Redakteurs und Zeitzeugen, Albert Panzer:

Anna Schäffer selig: Und die "Resl?" war kürzlich ein Artikel im Neuen Tag" überschrieben.

Für ihre vielen Verehrer, ist die Konnersreuther Resl längst eine Heilige, auch ohne den feierlichen Akt der kirchlichen Selig- bzw. Heiligsprechung. Warum wünschen wir uns dann überhaupt, daß auch ihr diese öffentliche Ehrung zuteil wird? Ich glaube, dies ist erforderlich zu ihrer Ehrenrettung. Es kursieren ja immer noch viele falsche Aussagen über sie, vor allem ausgelöst durch Josef Hanauers Schriften.

Obwohl auch er, wie so viele kritische Menschen, wie Dr. Gerlich oder Prof. Wutz, jederzeit in das Haus Neumann hätte kommen können, hat er es nicht der Mühe wert gefunden, die Resl selbst kennenzulernen. So hat der Autor, wenn er von "vielen kritischen Stimmen" schreibt, nur Hanauers unhaltbaren Vorwurf nachgebetet :die Resl habe den Kult um ihre Person geschehen lassen.

Ich habe einen Gegenbeweis in Händen. Resl schrieb mir in er Fastenzeit 1960: "Heuer ist's besonders hart, da der gute Vater: und die liebe Ottilie fehlen, welche beide so besorgt um mich waren. Sie wissen ja, wie schwer es ist mit den vielen Fremden. Für Herrn Pfarrer Naber und Marie ist's halt auch viel. Bruder August hilft wohl mit.

Aber die Autorität des Vaters fehlt: Lb. Frau Panzer! Wenn Sie Ihren Mann veranlassen könnten, daß er am nächsten, spätestens übernächsten Samstag oder Sonntag kommen würde, damit wir wegen Karfreitag sprechen könnten. Wäre so wichtig! Wir müssen verhindern, daß dieser Tag nicht noch mehr zu einem weltlichen Treiben ausartet wie die letzten Jahre." Die vielen Fremden - eine Last für die Resl und ihre Angehörigen - aber kein Kult um ihre Person!

Der Autor nennt als weiteren Anlaß für die Kritik an ihrer Person ihre jahrzehntelange Nahrungslosigkeit. Kritik wäre hier doch nur dann angebracht, wenn sie sich dessen gerühmt hätte, was für eine Hungerkünstlerin sie ist. Ich kann hier ein Zwiegespräch der Resl mit meinem Mann wiedergeben. In der Redaktion war er bekannt als Freund der Resl. Darum fand er immer wieder auf seinem Schreibtisch eine Zeitung, in der u. a. auch ihre Nahrungslosigkeit angezweifelt wurde. Mit so einer Zeitung ging er zur Resl. "Was soll ich den Leuten sagen?" Die Resl: "Ich bin gar nicht nahrungslos - ich leb vom Heiland, (gemeint war die tägliche Kommunion). Ich hab' schon oft den Heiland gebeten, daß er das von mir nimmt. Die Leut glauben es sowieso nicht.

Der Autor rühmt Anna Schäffers bescheidene Zurückhaltung, die im Seligsprechungsprozeß bestimmt zu ihren Gunsten gesprochen hat. Auch Therese Neumann lebte bescheiden; wenngleich .sie sich auch freuen konnte an ihrem gemütlichen Zimmer an an ihrem Pferd. Aber sie mußte sich oft lästiger ja sogar frecher Besucher erwehren, die nur, kamen, um sie anzugaffen.

Da ging ihr "gaches" Temperament wie sie selber eingestand, oft durch und sie konnte grob werden. Wer kann ihr das verargen? Es lag ihr nichts am Urteil der Leute. Wo sie aber echte Not sah, tat sie ihr Herz auf, half, wo sie konnte, und trug stellvertretend für die Menschen viele Schmerzen.

Der Rundfunkjournalist Toni Siegert hat in jahrelange gründlicher Arbeit alle bisherigen Aussagen über Therese Neumann, auch die vielfach fragwürdigen Quellen des Josef Hanauer überprüft: So konnte er am 100. Geburtstag der Therese Neumann 1998 der Abteilung für Selig- und Heiligsprechungen in Regensburg empfehlen, die Vorarbeiten zur Einleitung eines förmlichen Verfahrens einzuleiten.

Anni Panzer

Blumenstraße 8

92718 Schirmitz

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